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2002
Attraktive Arbeitgeber in Österreich 2002
Im Jahr 2002 wurde von Hewitt Associates zum ersten Mal eine umfassende Studie zum Thema "Attraktive Arbeitgeber" in Österreich durchgeführt. Rund 50 Unternehmen nahmen an der Studie teil und knapp 6.000 MitarbeiterInnen beteiligten sich an der Mitarbeiterbefragung. Im Rahmen der HR-Konferenz "Business Results Through People", welche von unserem Studienpartner "Business Circle" organisiert wurde, erfolgte im Februar 2003 die Auszeichnung der attraktivsten Arbeitgeber in zwei verschiedenen Kategorien - Unternehmen mit mehr beziehungsweise weniger als 800 Mitarbeitern (die Liste der Gewinner und Teilnehmer der Hewitt-Studie 2002 finden Sie weiter unten).
Arbeitgeberattraktivität spielt zunehmend eine bedeutende Rolle als strategischer Erfolgsfaktor im Wettbewerb um anspruchsvolle und kritische Kunden und Mitarbeiter. Aus den Resultaten der Studie ist zu erkennen, dass sich primär jene Unternehmen zu einer Teilnahme entschieden haben, welche an sich selbst hohe Ansprüche hinsichtlich der Zufriedenheit und des Engagements der MitarbeiterInnen stellen. Dies könnte der Grund sein, warum die österreichischen Studienergebnisse deutlich über den europäischen Durchschnittsergebnissen liegen. Dennoch zeigen die Studienergebnisse zum Teil wesentliche Unterschiede in der Arbeitgeber-Attraktivität auf . So sind bei den attraktiven Arbeitgebern fast doppelt so viele MitarbeiterInnen als hoch engagiert einzustufen als im Gesamtdurchschnitt. Das bedeutet, dass die engagierten Mitarbeiter sich im Gespräch mit Kunden und Bekannten positiver über das Unternehmen äußern und viel eher in Betracht ziehen, einem Freund, der eine Anstellung sucht, das eigene Unternehmen zu empfehlen. Darüber hinaus sehen sich die MitarbeiterInnen der attraktiven Arbeitgeber im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt besser motiviert, wenn es darum geht, sich besonders anzustrengen, einen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten und sich über die normale Erfüllung der Aufgabenstellung hinaus einzubringen.
Die Studienergebnisse zeigen zudem auf, dass Arbeitgeber-Attraktivität weder von der Größe eines Unternehmens noch vom jeweiligen Industriezweig abhängt. Was die Spitzenunternehmen von anderen Unternehmen unterscheidet, ist jedoch die Fähigkeit, HR-Programme so umzusetzen und zu kommunizieren, dass sie mit den Erwartungen der Mitarbeiter übereinstimmen und folglich hohes Mitarbeiterengagement auslösen. Dies umfasst:
- angemessene Entwicklungsmöglichkeiten
- effektives Talent-Management, d.h. interne Weiterentwicklung und Unterstützung von Mitarbeitern anstelle von externer Rekrutierung
- leistungsbezogene Entlohnung und Beteiligung der Mitabeiter am Unternehmenserfolg
- gute Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Managment und Top-Management
- ausreichendes Feedback an die Mitarbeiter, besonders über individuelle Leistungen
Doch auch die attraktivsten Arbeitgeber können noch dazulernen. Denn es reicht nicht, häufiger und mehr zu kommunizieren. Erforderlich ist vielmehr ein wechselseitiger Kommunikationsprozess, welcher in erster Linie die Aufnahme der Mitarbeiteranliegen beinhaltet und in dem die Kommunikationsergebnisse gezielt für Verbesserungen genutzt werden. Erst unter diesen Voraussetzungen ergibt sich eine "Feedback-Kultur", welche die Kommunikation zum nutzenbringenden Bestandteil des täglichen Führungsprozesses macht.
Wir sind nicht zuletzt aufgrund der Untersuchungsergebnisse davon überzeugt, dass der Auseinandersetzung mit dem Thema "Arbeitgeberattraktivittät" zukünftig noch größere Bedeutung geschenkt werden muss. Aus diesem Grund wird unsere Studie im kommenden Jahr auf eine noch breitere Basis gestellt und europaweit durchgeführt.
Attraktivste Arbeitgeber (Kategorie: mehr als 800 Mitarbeiter)
- Masterfoods
- Porsche
- Erste Bank
Attraktivste Arbeitgeber (Kategorie: weniger als 800 Mitarbeiter)
- SEZ
- Bundy Bundy
- Pharmacia







